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Thema des Monats:September

                                                               Impfung...ja oder nein?                      


Welche Impfung, wann und warum?

Diese Frage haben wir uns vor kurzem gestellt, als unser Sohn im 3. Monat war.

Eine Freundin hatte mir dringend vom Impfen abgeraten; sie hielt es für ihren Sohn, 2 Wochen jünger als unserer, fuer zu belastend; ausserdem sei die Bevölkerung genügend durchgeeimpft, so daß für alle ausreichend Schutz bestünde.

Dem ist aber leider nicht so!! Aus recht zuverlässiger Quelle bekam ich nun Daten, die ganz klar für eine Impfung sprechen. Wäre unsere Bevölkerung zu 70% geeimpft, so würde es reichen. Eine Durchimpfung besteht jedoch nur zu 40%...leider zu wenig.

Ich habe diese Erfahrung in der Schule bei den etwa 7-8 Jahre alten Kinder selbst gemacht.  Von 25 Kindern hatten 6 Keuchhusten und ich war im 7 Monat schwanger!!

Wer schon einmal in Kontakt mit Keuchhusten gekommen ist, dem ist wohl klar, daß es eine schwere ( in der Schwangerschaft kann es für das Ungeborene tötlich enden)sehr ansteckende Geschichte ist. Unter anderem aus dieser Erfahrung heraus haben wir uns dafür entschiede:  Nathan wurde am 05.08 gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Hirnhautentzündung(!!) und Polio geeimpft.

Ich war schon ziemlich besorgt, ob er alles gut überstehen würde, aber es gab überhaupt keine Probleme! Er war fit wie ein Turnschuh und vor der kommenden Impfung werde ich wohl besser schlafen!

Eine Frage bleibt aber noch offen...

Soll ein Kind gegen Hepatitis B geeimpft werden?

Die Ärzte sind verschiedener Meinung; die Blutbanken (die ja einen recht guten Überblick haben)raten zu einer Impfung!!

Es treten doch immer wieder Krankheiten auf, auch bei Kindern. Die Gefahr, daß unser Sohn einmal eine Blutkonserve brauchen könnte, werden wir nicht ausschließen können!  Und auch die Ansteckung kann durchaus schon in der Krabbelgruppe erfolgen.

Hat jemand Erfahrungen zu diesem Thema gemacht? Wir würden uns über Zuschriften freuen!!

Hier können Sie zum Thema Impfen Fragen stellen; anderen Ihre Erfahrungen mitteilen:

Hallo Eva!

Du sprichst genau das Problem an, das ich auch gerade mit Henning habe. Zwar geht es bei ihm nicht grundsätzlich um "Impfen oder nicht", wohl aber darum, ob er tatsächlich alle Impfungen und ob er sie zu dem vorgeschriebenen Zeitpunkt kriegen soll.

Mit drei Monaten wurde er gegen Polio, Keuchhusten, Diphterie, Tetanus und Hib geimpft. Vor allem die Keuchhustenimpfung war mir sehr wichtig, denn für Babys kann Keuchusten lebensbedrohend sein, sowie für ältere

Kinder ein möglicher Auslöser für Asthma. Wobei aber auch dazu gesagt sein muß, daß Keuchhusten für Babys bis drei Monate am gefährlichsten ist, und der Impfschutz setzt ja erst viel später ein. Die Tuberkulose

hingegen haben wir weggelassen, da uns gesagt wurde, sie würde eh nur gegen eine bestimmte (nicht eben häufige) Form der Tuberkulose schützen.

Bei Geimpften kann der gängige Tuberkulosetest (dieser Stempeltest) nicht mehr durchgeführt werden. Und außerdem läßt sich die Krankheit wohl heute relativ gut behandeln.

Die Hepatits-Impfung haben wir ebenfalls weggelassen. Unser Kinderarzt sagte uns gleich, daß er die Impfung bisher erst einmal gegeben hätte, da sie ja noch so neu ist, und er uns nichts raten könne. Was wir sonst

darüber erfahren haben: Diese Hepatitis ist im Prinzip eine Geschlechtskrankheit, das heißt erst ab der Pubertät erforderlich. Frühestens jedoch ab Kindergartenalter, wo Raufereien vielleicht an der Tagesordnung stehen. Da werden wir sie bei Henning machen lassen. Wie das mit der Belastung von Blutkonserven ist, kann ich nicht einschätzen,

ich halte jedoch schon allein die Wahrscheinlichkeit, daß Henning bis dahin eine brauchen wird, für recht gering.

Nun steht bei uns die Masern-Röteln-Mumps-Impfung an, und ich bin mir etwas unsicher. Masernschutz halte ich für sehr wichtig und Mumps für einen Jungen auch. Ok, dann kann Henning die Röteln auch noch mitnehmen.

Nach dem, was ich über diese Impfung gehört habe, ist sie aber besonders für allergieanfällige Kinder, und das ist Henning scheinbar, besonders kritisch, da sie Hühnereiweißstoffe enthält, die häufig allergen sind.  

Wir werden uns wohl trotzdem dafür entscheiden, vielleicht aber erst später, da ich annehme, daß für diese typischen Kinderkrankheiten erst der Kindergarten als Ansteckungsherd anzusehen ist.

Ein schwieriges Thema im Zusammenhang mit Impfungen ist auch die Frage, ob einzeln oder kombiniert geimpft werden soll. Die Meinungen gehen hierzu sehr auseinander, vor allem im Hinblick auf die Allergiegefährdung. Hierzu habe ich die für mich sehr einleuchtend klingende Erklärung eines anthroposophisch orientierten Arztes gelesen, der die Kombinationsimpfung für allergiegefährdete Kinder empfiehlt. Er meint, daß die eigentlich allergieprovozierenden Stoffe die Nebenstoffe, wie Konservierungsstoffe etc. sind. Und bei einer statt drei Spritzen sind diese natürlich viel geringer konzentriert.  

Auf der anderen Seite sollte man sich aber auch überlegen, daß eine Kombinationsimpfung den kleinen Körper eben auch mit mehr Erregern belastet. Dazu meinte unser Kinderarzt, der ausgesprochen wenig impffreudig ist, daß ein Kind täglich mit unzähligen neuen Erregern konfrontiert wird, daß es keinen Unterschied macht, ob die Impfung einen oder drei mehr bietet.

Vor ein paar Tagen gab es im Fernsehen einen Bericht über impfgeschädigte Kinder, der mich ja doch wieder ins Zweifeln gebracht hat. Aber bei den drei gezeigten Beispielen wurden die Kinder durchweg geimpft, als sie nicht völlig gesund waren. Man sollte also unbedingt darauf achten, daß das Immunsystem des Kindes nicht schon vor der Impfung geschwächt ist, sei es durch Krankheit, Zahnen, Sommerhitze...

Lieber ein, zwei Wochen warten.  

Abschließend noch zwei kurze Anmerkungen:

Wir haben in unsere Überlegungen auch noch die Tatsache mit einbezogen, daß wir noch mehr Kinder haben möchten. Ein Baby vor Keuchhusten zu schützen, ist vielleicht so schwer nicht, einfach indem es von anderen  Kindern ferngehalten wird. Was aber, wenn sich der ältere Bruder im Kindergarten angesteckt hat? Entsprechendes gilt für Schwangere und Rötelnkinder.

Die Polio-Impfung wird mit Lebendimpfstoffen durchgeführt, daß heißt, Erreger können von dem Baby ausgeschieden werden. Die Eltern sollten sich also mitimpfen lassen, um sich nicht anzustecken, und Großeltern sollten etwa acht Wochen  lang das Kind nicht wickeln. Beim PEKiP o.ä. sollten die Kinder die Windeln in der Zeit anbehalten.

Mit einem Punkt, der in dem Zusammenhang immer genannt wird, kann ich allerdings nichts anfangen, und zwar geht es um die "soziale Verpflichtung". Bin ich wirklich moralisch verpflichtet, mein Kind zu impfen, um andere Kinder nicht anzustecken? Ich hatte selber (kein Kindergarten!) keinen Keuchhusten, keine Masern und keinen Mumps und lege natürlich auch keinen gesteigerten Wert darauf, das jetzt noch durchzumachen. Aber dann lasse ich mich doch selbst impfen, und erwarte nicht von anderen, daß sie ihre Kinder impfen damit ich gesund bleibe.

Ich finde es sehr schwierig, sich hier zu entscheiden. Ich würde keinem abraten, sein Kind impfen zu lassen, aber ein unreflektiertes "Durchimpfen" halte ich für falsch. Glücklicherweise hat aber bisher alle Impfungen sehr gut vertragen.

Henning und Gundula

Liebe Krian's,

unsere Tochter Jule wurde am 06.01.1997 geboren. Sie kam 4,5 Wochen zu früh (Apgar ebenfalls 10/10) und ist putzmunter, keine Defizite zu "pünklichen" Kindern. Zu Impfthematik möchte ich folgende Gedanken anbringen:

Ich habe mich sehr lange mit dem Impfen auseinander gesetzt. Ich bin Homöopathie-Anhängerin, allerdings nur in der Kombination Schulmediziner mit Homöopathie-Ausbildung. Von Heilpraktikern halte ich nicht soviel, zuviele schwarze Schafe. Außerdem möchte ich zur Schulmedizin schwenken können in besonderen Fällen.

Mit meiner Ärztin habe ich über das Impfen intensiv gesprochen. Zu aller erst: Die Deutschen sind sehr impfwütig. Aber eine Statistik über Krankheiten die durch Impfungen ausgelöst wurden, wird nicht geführt.

Sowas gibt es offiziel nicht. Der Impfplan unserer Tochter sieht wie folgt aus:

Mit 4 Monaten HIB

Mit 6 Monaten Tetanus und Diptherie (Kombiimpfung sinnvoll - verträglicher) Tetanus ist auch erst dann erforderlich, weil eine Ansteckung nur im Zusammenhang Blut und Dreck zustande kommt. Wie aber soll ein unter 6 Monate alter Säugling damit vorher in Berührung kommen.

Polio frühestens mit einem Jahr.

Masern und Mumps soll Jule sich "im Kindergarten holen", sollte sie bis zur Pubertät keine Röteln gehabt haben, wird sie dagegen geimpft.

Ich würde mich freuen, wenn ich noch andere Meinungen zu diesem Thema bekommen kann. Vielleicht sind auch neue Denkanstöße für mich dabei.

Herzliche Grüße

Susanne (homepage)


Letzte Änderung:07.09.97, Eva+Thortsen Krian